Woche 2: Informatiksupport in einer Informatikfirma – Wirklich? Oo

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Am Wochenende hat mich meine Schwester darauf aufmerksam gemacht, dass Montag in der Arbeitswelt kein guter Tag ist. Hmm, find ich (noch) nicht.

Jedenfalls fand ich es witzig, ihr dann am Mittwoch den Spruch zu schicken: „Nichts vermiest einem den Freitag so sehr, als festzustellen, dass erst Mittwoch ist…“

Ich schliesse daraus, dass jeder Tag im Büro eigentlich gleich ist. Um 08:00 Uhr fällt der Startschuss und zwischen 17:00 und 18:00 ist Feierabend. Ausser Freitag, der ist cooler. Nur soviel zu den Wochentagen im Büro.

Am Dienstag dieser Woche ging dann aber das Geschimpfe in unserem Zweifrau-Nichtinformatikerinnen-Büro los. Der Drucker wird dringend gebraucht, aber funktioniert nicht! Oooh wie praktisch, wir haben ja Fachleute im Haus… denkste! Gut, die haben wahrscheinlich besseres zu tun, als sich um zwei gackernde Frauen zu kümmern, die ein Druckerproblem haben. Verständlich, oder?! Ist ja auch eine Sache, die ewig Zeit in Anspruch nimmt. However, ich wähle 999 für den Informatiksupport in der Informatikfirma, der wohl nur Aufträge der Kommunikation entgegenzunehmen hat: „Frank, wir haben ein Druckerproblem“. – „Ok klick hier, dann da, dann da, dann da, dann da…“. Selbst ganz erstaunt, dass ich jeden Klick gefunden habe, versuche ich, den Drucker einzurichten. Will nicht! Nach 10 Minuten steht Frank, der vom anderen Standort zuerst zu uns gelangen muss, bei uns im Büro. Klick, klick, klick, klick… Druckprobe… Drucker läuft. NA GOTT SEI DANK! Doch die Freude währt nicht lange… Man glaubt es kaum. Es ist Freitagmorgen, der Kopf noch schummrig vom Beer, Bytes and Beats (siehe unten) und DER DRUCKER FUNKTIONIERT WIEDER NICHT! 999… FRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANK!!!!

Meine Arbeit dreht sich im Moment hauptsächlich um das Inhaltskonzept für die Website der Kampagne. Dabei kann ich mich sogar kreativ ausleben und zeichne einen Vorschlag für die Startseite der Internetseite. Die Krönung meines kreativen Ausbruchs ist der neue Kampagnen-Zombie, von meiner Chefin so benannt, man beachte ihn, sie oder es oben rechts in der Ecke. Ich überlasse die professionelle Gestaltung aber dann doch lieber der Agentur.

Website

Übringens hatten wir einen Termin bei der Agentur, welche uns die Broschüre und die Website gestaltet. Wir durften die ersten Vorschläge bewundern. Ich bin begeistert! Die neue Broschüre ist übersichtlich, modern und hat Pep! Es wird auch von den Anderen nicht viel Kritik geäussert, nur neue Vorschläge für Themen eingebracht. Alle scheinen zufrieden zu sein.

Am Donnerstag dieser Woche fand das Beer, Bytes and Beats statt. Ein Fest für unsere Kunden, an dem die Türen der Firma geöffnet werden und Snacks, Grill, Pasta und viele Getränke offeriert werden. Auch ich, als Küken der Firma, mache mich auf den Weg und fühle mich irgendwie ein wenig verloren zwischen all diesen hochintelligenten ETH-Absolventen. Aber wie mir das in meinem Freundeskreis auch oft nachgesagt wird: Ich bin ja nicht umsonst in der Kommunikation eingestellt, also stelle ich mich zu einer Gruppe dazu und bringe mich ins Gespräch ein. Nach gegebener Zeit taucht dann auch meine Chefin auf und stellt mir ein paar Leute vor. Natürlich direkt vor dem Buffet, damit wir uns nicht in die endlose Schlange vor dem Grill stellen müssen. Nebst wenigen 027geschäftlichen Gesprächen kommen Themen wie Salsatanzen, Familiengeschichten, Bewerbungen, Ferienpläne und und und auf den Tisch. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, ziehen wir in den obersten Stock des Gebäudes, in dem wir von einer Band empfangen werden und einer Bar, die Caipirinha ausschenkt. Er wird auch getrunken, und zwar reichlich. Zweimal war ich Ziel der Fotografin, da ich die jüngste Mitarbeiterin (d.h. am kürzesten bei der Firma) war und zufällig den ersten Mitarbeiter traf. Ein schönes Bild, nicht wahr?

Jedenfalls wies mich der Satz eines Mitarbeiters „Die Leute werden weniger und es wird nur noch Blödsinn gequatscht“ darauf hin, langsam den Heimweg anzutreten.

Am Freitag betrete ich um 8:00 wie immer das Büro. Die Rollläden sind bei den meisten Mitarbeitern noch unten. Komisch… zu lange gefeiert gestern? Jedenfalls beginne ich damit, meinen wöchentlichen Blog zu schreiben, und langsam trudeln die anderen auch ein. Gabi hat sogar Brötchen gebracht! Perfekt für meinen hungrigen Bauch.

Nun werden bei der Firma neben den Computern auch andere Sachen programmiert. Zum Beispiel hoch im Gesprächskurs ist das Revival der Firmenband. Schon jetzt übt meine Chefin fleissig für ihren musikalischen Auftritt und versüsst mir den Freitag mit ihrem Gesang. Nur leider läuft der Song auf Wiederholtaste… sie hat einen Ohrwurm.

Zum Abschluss der Woche kam am Mittagstisch dann nochmals das Thema ‚Kampagne Traumberufe ICT‘ zur Sprache. Wir haben damit begonnen, ein Model für „unser“ Werbeplakat zu suchen. Die Auswahl fällt uns nicht allzu leicht, jedoch gibt es gewisse Eingrenzungen. Die Kandidaten dürfen nicht älter als 35 sein und sollten ein stattliches Aussehen haben. Zum Glück kam passend dazu der Vorschlag eines Mitarbeiters: „Macht doch „die Firma sucht das neue Supermodel““. Drei Frauen in der Jury und die Männer würden sich präsentieren. Ich als Teilzeitfeministin würde so eine umgekehrte Form von der Topmodel-Castingshow sehr begrüssen. Ob unsere Informatiker genauso denken, bin ich mir nicht ganz so sicher. Hihi.

Wieder war eine Woche geschafft und viele neue Eindrücke gesammelt in der Informatikwelt bzw. Arbeitswelt.

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