Wie man den König nervt

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Nach zwei Monaten Praktikum habe ich schon viel gelernt und viel gesehen. Hier eine Liste von Punkten, die ich mir dick und fett hinter die Ohren geschrieben haben:

  1. Fragen stellen

Aller Anfang ist schwer. Zu Beginn meines Praktikums hatte ich keine Ahnung, was auf mich zu kommen würde. Meine Berührungen mit der Arbeitswelt hatten sich bis dato auf Schulhaus putzen und Ticketkontrollen beschränkt. Ich fiel also ins kalte Wasser und muss noch immer lernen meinen Kopf über der Oberfläche zu halten. Die Tatsache, dass meine Chefin Annette oft ausser Haus ist und auch sonst jede Menge zu tun hat, macht es umso wichtiger für mich, dass ich zur richtigen Zeit Fragen stelle und mir Besprechungen mit ihr einfordere. Es bringt nichts, so zu tun, also ob man alles alleine im Griff hat. Von einer überforderten Laura haben wir nämlich beide nichts.

  1. Ordnung halten

Mein Praktikum mag mit einer leeren Festplatte begonnen haben, doch je länger desto mehr sammelt sich darauf an und es ist mittlerweile unabdingbar, dass ich Ordner anlege und mir ein Systeme einrichte, um nicht den Überblick zu verlieren.

  1. Der Notizblock ist dein Freund

Mindestens genau so wichtig wie Ordnung, ist immer eine Pendenzenliste vor sich zu haben und Termine und Neuigkeiten sofort zu notieren. Das klingt einfacher, als es ist. Ausserdem sollte man wichtige Informationen oder Tipps, wie man was macht und wieso man was wie macht, aufschreiben. Auch wenn man meint, sich alles merken zu können.

  1. Kaffee trinken

Was ein Praktikum neben der spannenden Arbeit zusätzlich aufpeppt, sind die Begegnungen mit den Menschen in der Firma. So erhält man Einblicke in den Arbeitsalltage und die Vorgänge in einem Team und nimmt viel für den späteren Werdegang mit. Ausserdem werden an der Kaffeemaschine oder beim Rauchen Freundschaften fürs Leben geschlossen. 😉

  1. Fehler gehören dazu

Als Praktikantin habe ich ja bekanntlich Narrenfreiheit. Ich darf noch Fehler machen und das sollte auf jeden Fall ausnutzen werden. Eine Praktikantin darf auch mal frech sein. Oder in einem Email eine falsche Formulierung verwenden. Oder den Anhang vergessen. Oder allzu schnell das Duzis anbieten. All das wird mir nicht übel genommen. Wichtig ist, dass ich daraus lerne und versuche, das nächste Mal die richtige Formulierung zu wählen. Jeder fängt mal klein an und jeder hat mal lernen müssen, wie das mit dem Massenversand für den Newsletter funktioniert.

  1. Hartnäckig sein

Der Kunde ist König. Doch wie lange darf der König Terminanfragen ignorieren? Zu den grössten Herausforderungen hier gehört das Vereinbaren von Terminen mit unseren Sponsoren. Mittlerweile habe ich eine Faustregel gelernt: etwa drei Emails schreiben und wenn dann noch immer keine Antwort in der Mailbox wartet, muss man zu Telefon greifen und nervig werden. Sonst wartet man ewig auf den König.

  1. Ergreife Eigeninitiative

Ganz wichtig: Engagiere dich. Ein Praktikum oder überhaupt ein Job wird erst dann richtig spannend, wenn man an etwas arbeiten kann, was interessant ist und Spass macht. Und von selbst geschieht nichts. Ich muss also lernen, selbst den Mund aufzumachen und zu sagen, was ich gerne mache und was mich nicht so reizt. Natürlich werden überall und immer Tätigkeiten dabei sein, die nicht ganz so prickelnd sind. Doch das gehört dazu. Umso wichtiger ist es also, dass ich mir einen Bereich schaffe, ich dem ich mich reinhängen kann. Man merkt es einem Projekt nämlich an, ob jemand mit Herzblut dahinter war.

 

 

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