Von Genies und künstlichen Kniegelenken

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Am Montag fiel für den akademischen Nachwuchs der ETH Zürich der Starschuss. Auch für Anne beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Hörsaal, Analysis und Programmiersprache gehören nun zum Alltag. Im ersten Semester des Informatikstudiums an der ETH beschäftigen sich die Studenten nämlich in erster Linie mit Mathematik. Davor hat sie doch ein wenig Respekt, sagt Anne. Mathi hat ihr im Gymnasium schon Spass gemacht, aber ob sie auch mit den „Genies“ in der ETH mithalten kann, bezweifelt sie noch. Anne ist 20 und hat vor einem Jahr das Neusprachliche Profil im Gymnasium im Lee abgeschlossen. Danach absolvierte sie ein Praktikum bei Swico, einem Sponsor von IT-dreamjobs. Dadurch ist sie auch mit der Kampagne in Kontakt gekommen. Dürfen wir sie also als Erfolgsmodell unserer Kampagne präsentieren? Anne 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sie lacht, denn es waren wohl tatsächlich diese Begegnungen mit der IT-Welt, die sie zu ihrer Studienwahl bewegt haben. Früher hätte sie sich nie vorstellen können, Informatik zu studieren. Doch nach der ETH Studienschnupperwoche für Frauen war die Sache klar. Dort hatte sie innerhalb von einer Woche eine App kreiert. Wenn man das schon nach einer Woche kann, was kann man dann nach drei Jahren? Ihre Augen leuchten bei dieser Frage. Das sei es, was sie fasziniert. Die Kreativität und Innovation des Informatikberufs und die Möglichkeit, das Leben seiner Mitmenschen zu verbessern. Ihr ist wichtig, dass sie einen Sinn in ihrer Tätigkeit sieht. Wie viele ETH Studenten träumt auch sie später von einer Anstellung bei Disney Research oder Google. Aber auch Forschung kann sie sich vorstellen. Künstliche Kniegelenke per 3D Drucker und Operationssoftware, das sei doch genial.

Vom Studium lässt sie sich überraschen. Eine genaue Vorstellung von ihrem Leben der nächsten Jahre hat sie nicht. Ein wenig Sorge hat sie schon, dass ihr mutiger Schritt eine Fehlentscheidung war. Doch das bremst ihre Vorfreude nicht im Geringsten. Auch die Tatsache, dass der Stundenplan noch ein Rätsel bleibt und sie sich bei ihren Mitstudenten erkundigen muss, entmutigt Anne nicht. Obwohl, das könnte schon ein bisschen peinlich werden, meint sie und lacht. Sie ist nervös, das merkt man. Aber ein wenig Herzklopfen gehört dazu.

 

2 Gedanken zu „Von Genies und künstlichen Kniegelenken

  1. Jean-Marc Hensch

    Ich wünsche Anna und all ihren Kolleginnen einen hervorragenden Start ins Studium. Wir bauen auf euch (und auf die von euch zu entwickelnden 3D-gedruckten Kniegelenke).
    All the best!

    Antworten
  2. Pingback: Heldinnen der Informatik | IT-dreamjobs

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