Erfahrungsbericht Raiffeisen

Raiffeisen ist die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz und führend im Retail-Geschäft. Ihre einmaligen Stärken: Die starke lokale Verankerung sowie der genossenschaftliche Gedanke, der das Geschäft seit über 100 Jahren täglich prägt. Zur Gruppe gehören mehr als 300 genossenschaftlich organisierte Raiffeisenbanken an über 1000 Standorten. Beinahe jeder zweite Einwohner der Schweiz ist Kunde oder Kundin von Raiffeisen. Davon sind über 1.8 Millionen Genossenschafter und somit Mitbesitzer ihrer Raiffeisenbank. Die rechtlich autonomen Raiffeisenbanken sind in der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft zusammengeschlossen. Neben der strategischen Führung der gesamten Raiffeisen Gruppe einschliesslich aller Tochtergesellschaften, erbringt Raiffeisen Schweiz Dienstleistungen für die Raiffeisenbanken.

Das Departement IT von Raiffeisen Schweiz ist verantwortlich, den Kunden, Genossenschaftern und Mitarbeitenden eine stabile und zeitgerechte Informatik-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Aktuell werden an den beiden IT-Standorten, St. Gallen und Dietikon, 31 angehende Informatiker in den Fachrichtungen Applikationsentwicklung und Systemtechnik ausgebildet.
In Dietikon ist Elisabetta Stoffels, IT-Berufsbildnerin, zuständig für die IT-Lehrlinge. „Es ist uns wichtig, dass wir marktfähig und zukunftsorientiert bleiben“, erklärt Elisabetta. Dafür ist gut ausgebildeter IT-Nachwuchs entscheidend und unverzichtbar. In die Aus- und Weiterbildung der IT-Fachkräfte wird daher viel Zeit und Geld investiert, erzählt Elisabetta. Raiffeisen Schweiz bietet interne und externe Weiterbildungen, Potential- und Kaderentwicklung sowie die Vertiefung von Fachwissen für ihre Mitarbeitenden. Auch ein berufsbegleitendes Studium wird aktiv unterstützt.

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Ein Blick durch die Cafeteria im Raiffeisen IT-Standort in Dietikon.

Im Gegensatz zu den achtziger und neunziger Jahren, als die IT von Quereinsteigern lebte, gilt es heute, Informatiker von Grund auf auszubilden. Die eigene Ausbildung von jungen Talenten und zukünftigen IT-Spezialisten ist der Raiffeisen besonders wichtig. Jeweils am 1. September startet die Rekrutierung der IT-Lernenden, was in Elisabettas Aufgabenbereich fällt. Sie erhält eine Vielzahl von Bewerbungen, doch nur wenige gehören zu den sogenannten „Überfliegern“ mit ausgezeichneten Zeugnissen, die ebenso aufs Gymnasium gehen könnten. Um diese Kandidaten und Kandidatinnen reissen sich natürlich alle Unternehmungen. Doch nicht nur gute Noten zählen, um die Lehrstelle in der Raiffeisen Informatik zu erhalten. Fast noch wichtiger sind Begeisterung für die Materie und Motivation, diese zu erlernen. Daher vergleicht Elisabetta die Suche nach geeigneten Lehrlingen mit „Perlentauchen“. Eine Mischung aus einer guten Schulleistung sowie viel Flair und Interesse für Technologie und Informatik.

Die angehenden Informatiker absolvieren ein theoretisches Basislehrjahr im Berufsbildungscenter Altstetten. So werden sie optimal auf die Herausforderungen im Arbeitsalltag vorbereitet. Einer der 31 Lehrlinge ist Nicola. Der angehende Systemtechniker im 4. Lehrjahr wusste schon in der Oberstufe, dass sein Traumberuf mit dem Computer in Verbindung stehen würde. Zunächst schnupperte er in der Fachrichtung Applikationsentwicklung, doch er merkte schnell, dass er hier nicht richtig aufgehoben war. Also entschied er sich für Systemtechnik. Als Systemtechniker ist er mitverantwortlich für den Aufbau und die Wartung von Informatiksystemen. Die Arbeit als Systemtechniker empfindet er als vielseitig, interessant und anspruchsvoll. Zudem schätzt er den häufigen Kontakt zu anderen Menschen. Probleme zu lösen und dabei Mitarbeitenden zu helfen macht ihm Spass und gleichzeitig macht es ihn stolz. Zudem schätzt er das friedliche und loyale Miteinander in Team. Als entscheidende Kompetenzen für den Beruf des Systemtechnikers sieht Nicola das Flair für die System- und Netzwerktechnik sowie technisches Know-how, ebenso wie Teamfähigkeit und Flexibilität in den Arbeitszeiten. Denn bei einem Wartungsproblem kann es schon mal passieren, dass die Bürozeiten deutlich überschritten werden.

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Nicola bei der Arbeit im Serverraum.

Im September 2015 plant Raiffeisen Schweiz, alle ihre Mitarbeitenden zu einem Workshop namens „Dialog Plus“ zusammenzubringen. 10 000 Leute werden erwartet. Der Name „Dialog“ erstaunt nicht. Denn die offene Kommunikation und der regelmässige Austausch innerhalb der Gruppe und zwischen den Mitarbeitenden ist Raiffeisen Schweiz wichtig. Aber auch generell setzt sich Raiffeisen Schweiz stark für seine Mitarbeitenden ein und ist eine attraktive Arbeitgeberin. Mitarbeitende profitieren neben einer Vielzahl von Mitarbeiterkonditionen auch von den unzähligen Sponsoring-Engagements: Ticket-Corner, Reka-Checks, Diafora Shop und Ski-Events. „Und natürlich Fussball“. GC-Fan Nicola strahlt. So bringt die IT-Lehre neben einem spannenden Joballtag noch weitere, kleine aber feine Vorteile mit sich.