Software-Entwicklerin

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Von der Sek­-B­-Schülerin zur Software-Entwicklerin 

Brigitte Seiler ist über Umwege zu ihrem Traumjob Software-Entwicklerin gekommen. Die Berufsmaturität ermöglichte ihr, nach der Lehre als Maschinenzeichnerin an der ZHAW in Winterthur Informatik zu studieren. «Als Kind hätte ich nie gedacht, dass ich eines Tages im Büro sitzen und mit dem Computer arbeiten würde.» Brigitte wollte ein Handwerk lernen: «Ich träumte davon, Glaskünstlerin oder Schreinerin zu werden.» Später hätte sie sich auch eine Ausbildung als Innendekorateurin vorstellen können oder etwas im Zusammenhang mit Mathematik, ihrem Lieb- lingsfach. Als Legasthenikerin hatte Brigitte in den Sprachfächern ein Handicap. Obwohl sie in den Naturwissenschaften und im Zeichnen stark war, reichte es nicht für die Sek A. «Dadurch war meine Auswahl an Lehrberufen beschränkt.» Sie entschied sich schliesslich für eine Ausbildung als Maschinen­zeichnerin.

Brigitte_Fotor

Lange blieb Brigitte nicht auf diesem Beruf. «Schon während eines Computerkurses in der Oberstufe hat sich gezeigt, dass mir das Programmieren liegt.» In der Lehre gefiel ihr das Fach Informatik sehr gut. «Deswegen habe ich die Berufsmaturität nachgeholt und ein Informatikstudium absolviert.» Heute arbeitet Brigitte als Software-Entwicklerin bei Netcetera. «Meine Tätigkeit beinhaltet die Analyse von Anforderungen, Frameworks und Software­ Fehlern und fordert mein Hirn täglich heraus.» Der soziale Aspekt sei aber ebenso wichtig. «In einem Software­-Projekt arbeiten Auftraggeber, Benutzer, Software-Entwickler und Testern eng zusammen, denn nur gemeinsam können wir eine benutzer- freundliche Software fertigstellen. Wenn das Software-Produkt dann funktioniert und ausgeliefert wird, bin ich jedes Mal stolz und freue mich.»

Dass in ihrem Bereich mehrheitlich Männer arbeiten, stört Brigitte nicht. «Das ist von Land zu Land unterschiedlich. Kürzlich war ich in Indien. Dort gibt es sehr viele Frauen, die als Software­Entwicklerin arbeiten.» Ab Herbst absolviert Brigitte den CAS Mobile Application Technologies an der Berner Fachhochschule. Ihr Arbeitgeber Netcetera unterstützt dies finanziell und zeitlich.

 

Software-Entwicklerin

Software-­Entwicklung ist eine komplexe Aufgabe. Entsprechend hoch sind die Anforderungen: Ein hohes Abstraktionsvermögen, Lösungsorientierung und die Fähigkeit, virtuelle Welten und Abläufe zu schaffen, sind zentral. Zudem muss ein Software-Entwickler Freude daran haben, diese komplexen Aufgabenstellungen im Team zu lösen.

Website: www.heise.de/tr – Web­ auftritt des Magazins «Technology Review». Geheimtipp: das «Historische Gespräch» – fiktive Interviews mit berühmten Erfindern und Forschern.

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