Erfahrungsbericht HP

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Erfahrungsbericht HP

HP, Hewlett-Packard, ist die ultimative Erfolgsgeschichte aus dem Silicon Valley. Gegründet 1939 in einer Garage in Palo Alto, ist HP heute eines der grössten IT-Unternehmen der Welt. HP ist überall: In Firmen, Banken, Verwaltungen, Schulen und in so manchem Film sind Lösungen, Infrastruktur, Notebooks oder Drucker der US-Firma zu finden. Von dieser Grösse merkt man auf den ersten Blick nicht viel, wenn man auf das Gebäude am Rand von Dübendorf blickt. Einzig das grosse, blaue HP-Logo lässt auf das schliessen, was sich im Inneren befindet.

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Das HP-Gebäude in Dübendorf.

Der erste Eindruck ändert sich, sobald die Türe aufgeht. In einem grossen Foyer werde ich von Ernst Lanz empfangen, dem IT Berufsbildner bei HP Schweiz. HP ist eine der wenigen internationalen IT-Grossfirmen, die in der Schweiz und in Deutschland Lernende im Informatikbereich ausbilden. Im 1. Stock laufen wir durch ein Grossraumbüro. „Alle Büros im Haus sehen ähnlich aus“, erzählt Ernst. „Wir haben auch viele mobile Arbeitsplätze, die jeweils von mehreren Mitarbeitenden unterschiedlich belegt werden, je nach deren Anwesenheit“.

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Eines der Grossraumbüros bei HP.

Am Ende des Grossraumbüros befindet sich ein Sitzungszimmer, wo vier Lernende bereits auf uns warten: Domenico, Pascal, Moritz und Cyrill, alle Systemtechniker, alle im vierten Lehrjahr. Auf die Frage, worauf sie bei HP besonders stolz sind, kommt es wie aus der Pistole geschossen: „Das Arbeitsklima. Die gegenseitige Wertschätzung und Hilfsbereitschaft. Der Zusammenhalt und die gute Beziehung zu den Lehrmeistern“. Ganz entgegen dem Vorurteil, dass es in grossen Konzernen unpersönlich und kühl zu und her gehe, kenne man bei HP viele und könne immer auf Unterstützung zählen. In der Firma sind alle per Du, auch länderübergreifend.

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Von Links: Pascal, Domenico, Moritz, Cyrill und Ernst im internen Showroom.

Alle vier hatten noch das Basislehrjahr im ZLI abgeschlossen, bevor sie zu HP wechselten. Im Basislehrjahr werden den angehenden Informatikern Basiskompetenzen für den Informatikberuf beigebracht. So haben sie eine gute Wissensgrundlage, bevor sie im jeweiligen Betrieb detailliert ausgebildet werden. Das Klischee des Keller-Informatikers hat sie bei der Wahl ihrer Lehre nicht abgeschreckt, dafür hören sie es heute umso öfters. „Vor allem von Freunden hören wir doofe Sprüche. Andererseits fragen sie auch ständig, ob wir ihnen nicht irgendwie Rabatt auf das neuste HP-Gerät geben können“, erzählt einer und lacht. Je nach Abteilung arbeiten die Lernenden mit Geräten, die es für Otto Normalverbraucher erst in 2 Jahren zu kaufen gibt. „Das ist schon cool. So erhalten wir Einblicke in die Welt von morgen. Zum Beispiel, wenn wir für die HP-Labs Betaversionen der neusten Software testen können.“ In den HP-Labs, eines steht in den USA, eines in England und eines in Israel, entstehen die Technologien der Zukunft. Denn der Markt, den HP beliefert, ist hart umkämpft. Darauf angesprochen, ob sie im Alltag diesen Konkurrenzdruck merken, erzählen sie, dass es je nach Auftrag und Abteilung schon vorkommt, dass im Team Anspannung herrscht und man sich Mühe geben muss. Deal or no Deal, das wird offen kommuniziert. Für gewisse Mitarbeitende hängt schliesslich der Lohn auch vom Verkaufsvolumen ab. Die Mühe zahlt sich auch sonst bei HP aus. Wenn man eine Arbeit besonders gut ausführt, kann man dafür „Points“ sammeln und sich diese ab einer gewissen Menge auszahlen lassen, oder man erhält eine „HP Recognition“-Auszeichnung.

HP ist in 176 Ländern weltweit vertreten, alleine in der Schweiz arbeiten Menschen aus 50 bis 60 verschiedenen Nationen. Der Standort Schweiz steht für Qualität, besonders, wenn es um Lösungen im Bankensektor geht. Viele hohe Manager sind hier beschäftigt. Die Firmensprache bei HP ist Englisch, und je nach Abteilung arbeitet man in multinationalen Teams. Sonst haben Lernende vor allem über Bestellungen und eventuell wegen Betatestversionen mit dem Ausland Kontakt. „Das ist sehr spannend und macht sicher auch einen Reiz von HP aus.“, erzählt einer der Lernenden. Mit der globalen Vernetzung gehen auch grossartige Jobperspektiven einher: Bei HP existiert ein internes Stellenportal, wo für die Zeit nach der Lehre Anstellungen in der ganzen Welt angeboten werden. Fünf Jahre Australien, nochmals fünf in den USA oder in China – das ist bei HP Realität.

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Ein Testsieger-Notebook, das im internen Showroom ausgestellt ist.

HP ist das einzige Unternehmen, das einer Bank oder Verwaltung eine Komplettlösung, das heisst sowohl Hard- und Software als auch die entsprechenden Dienstleistungen dazu, anbieten kann. Darum steht Innovation im Zentrum. Cloud-Computing und Mobility zum Beispiel, das ist das Konzept der Zukunft, erzählt mir ein Lernender. HP bringt nebst Servern ja auch vermehrt Tablets und andere elektronische Kleingeräte auf den Markt. Diese sind dann zum Beispiel im internen Showroom zu sehen.

Den vier Lernenden gefällt es bei HP. Ihr Tätigkeitsgebiet ist breit. Je nach Abteilung erleben sie viel Kundenkontakt, zum Beispiel an Messen oder anderen Kundenevents. Oder sie können gar vor Ort bei Kunden arbeiten. Pascal zum Beispiel ist noch bis Februar bei einer Bank tätig, die Kunde von HP ist. Das bringt auch Verantwortung mit sich. Je nach Projekt müssen sie eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen. Auf meine freche Frage, was denn das neuste Produkt bei HP ist, können sie nur lächeln. Solche Informationen dürfen natürlich nicht an die Öffentlichkeit. Einmal im Jahr fahren alle Lernenden und Praktikanten für eine Woche ins Lehrlingslager, meistens in die Berge. Dort arbeiten sie zwei Tage an einem sozialen Projekt, z. B. beim Heuen für Bergbauern. Ein weiterer Tag ist dann jeweils auch als Fun Day den Freizeitaktivitäten gewidmet. Dieses Lager stärke den Zusammenhalt, der bei HP sehr geschätzt wird.

Ein weiterer Vorteil bei HP ist der Mitarbeiter-Store, wo spezielle Rabatte und Aktionen auf ausgewählte HP Produkte angeboten werden. „Das lohnt sich manchmal schon“, sagt Ernst Lanz und lächelt. Mittlerweile sitzen wir in der Kantine bei einem Kaffee (gratis!). Die vier Lernenden diskutieren über die neusten Produkte, lachen und scherzen mit ihrem Berufsbildner. Die Stimmung ist entspannt und freundschaftlich, eine Tatsache, die sicher nicht selbstverständlich ist.

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Ein Blick durch die Cafeteria im Untergeschoss.

Die Anforderungen an einen Informatiklernenden sind jedoch hoch, denn die Lehre ist anspruchsvoll. Bei HP hat es nur junge Männer als IT-Lernende. „Es ist nicht so, dass wir die Frauen nicht wollen“ sagt Ernst mit einem Lächeln, „aber es gibt nun mal zu wenige. Bei HP Schweiz wird jedoch darauf geachtet, dass sich die Frauenquote im schweizweiten Schnitt befindet. Das liegt den HR-Verantwortlichen am Herzen.“

Ernst Lanz arbeitet eng mit dem Berufsbildungscenter (Bbc) Bern zusammen, seit kurzem auch mit deren Filiale in Altstetten. Seit einigen Jahren absolvieren die IT-Lernenden der HP-Geschäftsstelle Bern, und seit 2014 auch diejenigen der HP-Geschäftsstelle Dübendorf, das erste Lehrjahr als Basislehrjahr im Bbc. „Dank der guten Zusammenarbeit kann ich sie als Berufsbildner so trotzdem auf dem ganzen Weg der Ausbildung begleiten“, meint Ernst.
Alle fünf sprechen mit Begeisterung von ihrer Arbeit. Ernst Lanz arbeitet seit über 26 Jahren bei HP und er hat nicht vor, es sich in nächster Zeit anders zu überlegen.

HP in vier Worten:

 

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