Informatikmittelschule (IMS)

Die Informatikmittelschule gehört zur ICT-Grundbildung. Sie unterscheidet sich inhaltlich von der Informatik-Lehre mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung nur im Ablauf der Ausbildung. Während die Lehrlinge während 2 Tagen zur Berufsfachschule gehen und dort die Grundlage für die praktische Arbeit im Betrieb erlernen, machen das die Informatikmittelschulen in einem 3-jährigen Block.

Zuerst die Schule, dann das Praktikum. Das ist im Falle der Applikationsentwicklung sinnvoll, da man zu Beginn des Praktikums schon programmieren und direkt in Projektteams mitarbeiten kann. Im Praktikumsjahr werden die IMS-Praktikanten vor allem programmieren. Am Schluss des Jahres haben auch die IMS-ler eine 2-wöchige praktische Arbeit im Betrieb zu leisten, die von Experten begleitet und benotet wird.

Der Abschluss der IMS erfolgt zusammen mit demjenigen der Lehrlinge.

 

Zukunft

IMS-Absolvent/-innen stehen nach dem Abschluss viele Wege offen:

Fachhochschule

Mit der Berufsmaturität hat man prüfungsfreien Zugang zu den Fachhochschulen. Nach drei Jahren Vollzeitstudium oder 4 ½ Jahren berufsbegleitendem Studium schliesst man mit dem Bachelordiplom ab. Solche ICT-Fachkräfte sind in der Wirtchaft sehr gesucht! Nach dem Bachelorabschluss ist ein Anschlussstudium mit Masterdiplom möglich, das auch an einer Universität erfolgen kann.

Studium an einer universitären Hochschule (ETH/EPFL, Universität)

IMS-Absolvent/-innen können nach einem Vorbereitungsjahr (Passerellen-Lehrgang) auch an eine Universität und dort ein Studium aufnehmen.

Höhere Fachschulen

Ein Studium an einer höheren Fachschule ist für IMS-Absolvent/-innen möglich. Es umfasst neben Informatik- und Projektleitungsunterricht auch Betriebswirtschaft und andere Fächer und schliesst mit dem eidg. Diplom HF ab.

Berufsprüfung

Die Berufsprüfung mit dem Abschluss mit eidg. Fachausweis gibt es in mehreren Richtungen: Services, Applikationsentwicklung und –Architektur, System- und Netzwerktechnik, Wirtschaftsinformatik und Mediamatik.