Berufsbild Informatiker/-in EFZ

Egal ob beim Fernsehgerät oder in der Forschung, bei der Verkehrsampel, in der Autowerkstatt, im Spital oder in der Bank – ohne Informatik läuft nichts. Wir kommunizieren per Facebook und Handy, wir suchen Informationen via Internet und lesen auf dem Laptop oder iPad Zeitung. Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ist überall. Wir sind in allen Lebensbereichen von gut funktionierender Informatik abhängig. Das heisst, wir brauchen kluge Informatik-Köpfe! Der Bedarf an jungen und gut ausgebildeten ICT-Fachkräften nimmt stetig zu. Es braucht Informatiker und vor allem auch Informatikerinnen – heute und in Zukunft!

Die Informatik-Lehre unterscheidet vier Schwerpunkte (Reglement 2004):

Ab 2014 werden folgende Fachrichtungen unterschieden (Reglement 2014 vorbehältlich der definitiven Genehmigung durch den Bund):

  • Applikationsentwicklung
  • Betriebsinformatik
  • Systemtechnik

Abhängig vom Schwerpunkt (Regl. 2004) bzw. der Fachrichtung (Regl. 2014) unterscheidet sich das Berufsbild des Informatikers / der Informatikerin.

Generalistische Ausrichtung / Betriebsinformatik

Die Generalistin / der Generalist zeichnet sich durch eine breite und fundierte Grundbildung in der Informatik aus.

Applikationsentwicklung

Um es ganz kurz zu machen: Applikationsentwickler/-innen programmieren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Der/die Applikationsentwickler/-in muss herausfinden, was der Kunde wünscht. Danach muss das Problem gründlich analysiert werden, um mögliche Lösungen mit ihren Vor- und Nachteilen vorzuschlagen. Anschliessend gilt es die Lösung zu programmieren und auf Herz und Nieren zu testen, bevor sie eingeführt wird. Die Anwender müssen geschult werden, damit sie die neue Applikation einsetzen können. Und damit die Weiterentwicklung sichergestellt werden kann, muss alles sauber dokumentiert werden.

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Systemtechnik

Der/die Systemtechniker/-in plant, realisiert und administriert ICT-Netzwerke. Dazu gehört die Installation und Konfiguration von PC-Arbeitsplätzen und der Server, aber auch die Überwachung der IT-Komponenten, damit diese den Anwendern unterbrechungsfrei zur Verfügung stehen – z.B. damit auf einem Drucker tatsächlich etwas ausgedruckt werden kann. Die Systemtechniker/-innen sind auch für das Backup verantwortlich, sodass keine Daten verloren gehen.

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Support (ab 2014 keine eigene Fachrichtung mehr)

Der/die Supporter/-in steht stets nahe beim Kunden. Wenn es Probleme gibt – der/die Supporter/-in löst sie. Er/sie nimmt IT-Komponenten in Betrieb und kann im Störungsfall selbständig Fehler eingrenzen und beheben, sprich Reparaturen vornehmen.

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Zukunft Informatiker/-in EFZ

Mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Informatiker/-in stehen dir überdurchschnittlich viele Wege offen. Informatiker/-innen werden in Zukunft immer wichtiger. Sie finden Stellen in allen Branchen.

Es eröffnen sich zudem vielfältige Weiterbildungsmöglichkeinten. Hier nur wenige Beispiele:

  • ICT-Applikationsentwickler/-in mit eidg. Fachausweis
  • ICT-System- und Netzwerktechniker/-in mit eidg. Fachausweis
  • Informatiker/-in mit eidgenössischen Diplom

Es sind aber auch viele andere Spezialisierungen möglich. Du kannst dich z. B. im Bereich IT-Sicherheit vertiefen oder in der Programmierung.

Wenn du zudem die Berufsmaturität abgeschlossen hast, kannst du an einer Fachhochschule studieren.