Dipl. Informatiker/-in HF

Die Ausbildung im Bereich Informatik an einer Höheren Fachschule kann einerseits in der Fachrichtung „Systemtechnik“ und andererseits in der Fachrichtung „Softwareentwickung“ abgeschlossen werden.

Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufslehre; eine Aufnahme ohne Berufslehre ist „sur dossier“ möglich. Die beiden Ausbildungsrichtungen umfassen gemeinsame Themen wie bspw. IT-Projekt-management, IT-Servicemanagement und ausgewähltebetriebswirtschaftliche Kompetenzen. Sie unterscheiden sich dann aber während vier der sechs Semester wesentlich. Die Fächer können sich je nach Schule unterscheiden. Die Fachrichtung Systemtechnik setzt sich mit der Installation von komplexen Netz-werken, Server- und Client-Infrastrukturen auseinander, dabei gelangen immer die aktuellsten Technologien zum Einsatz. So werden bspw. die notwendigen Cloud-Technologien vermittelt. Der erfolgreiche Absolvent ist nach der Ausbildung in der Lage, als Leiter der Systemtechnik bspw. bei einem Service-Anbieter Verantwortung zu übernehmen.

Die Fachrichtung Softwareentwicklung beschäftigt sich mit der Entwicklung moderner interaktiver Medien und Anwendungen wie bspw. Apps- oder Cloud-Programmen, die mit Java oder .Net entwickelt werden. Die erfolgreichen Absolventen können bei einer Softwarefirma wie bspw. Google, IBM, Microsoft, SAP oder ABACUS als Entwickler Verantwortung übernehmen. Sie sind auch in der Lage, in Unternehmen, in der Industrie oder auch im Dienstleistungsbereich, die eigene Softwareentwicklungs-Abteilungen unterhalten, eingesetzt zu werden.

Die höheren Fachschulen (HF) vermitteln den Absolventinnen und Absolventen die Kompetenzen, in ihrem Bereich selbstständig Fach- und Führungsverantwortung zu übernehmen. Neben der fachlichen und theoretischen Ausbildung an der Schule bilden die begleitende Berufspraxis oder die in die Ausbildung integrierten Praktika einen wesentlichen Bestandteil zum Erwerb von erweiterter beruflicher Handlungs-kompetenz.

Bei den höheren Fachschulen sind die Bildungsgänge durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt. Die Bildungsgänge basieren auf Rahmenlehrplänen, die von der Branche selber in Zusammenarbeit mit den Schulen erlassen werden. Die Qualifikationsverfahren finden an den Schulen statt. Die Ausbildung welche von einer mindestens 50% Berufstätigkeit begleitet sein muss, dauert 3 Jahre. Die Bildungsgänge an höheren Fachschulen führen zu einem eidgenössisch anerkannten Diplom. Abgängerinnen und Abgänger von höheren Fachschulen werden in der Arbeitswelt als umsetzungsorientierte und praxiserprobte Berufsleute geschätzt.